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Autobiografische Dokumentation
Hybridform zwischen Dokumentation und Selbstinszenierung: Die porträtierte Person ist maßgeblich an Auswahl und Gestaltung der gezeigten Inhalte beteiligt — was die Authentizität erhöht und zugleich die journalistische Distanz reduziert.
<h3>Autobiografische Dokumentation</h3><p>Begriff, den Moritz Becker im Smiley-Podcast (Folge 77) verwendet, um Formate zu beschreiben, die zwischen klassischer Dokumentation und Selbstinszenierung stehen. Die porträtierte Person hat erheblichen Einfluss auf das gezeigte Material — sie kann Szenen freigeben oder ablehnen, Mitwirkende einladen oder ausschließen, Themen setzen oder vermeiden.</p><p><strong>Typische Merkmale:</strong></p><ul><li>Die porträtierte Person hat oft Vetorecht bei der Auswahl der Szenen.</li><li>Es gibt keine externe redaktionelle Instanz mit Letztentscheid.</li><li>Die Inszenierung wirkt durch ihre vermeintliche Roh-Ehrlichkeit besonders authentisch.</li></ul><p><strong>Pädagogische Bedeutung:</strong> Die hohe Authentizitätswirkung verleitet Zuschauerinnen und Zuschauer dazu, das Gezeigte als Wahrheit zu nehmen — gerade Jugendliche unterscheiden noch nicht zuverlässig zwischen Inszenierung und Realität. ‚Babo — Die Haftbefehl-Story‘ ist ein typisches Beispiel.</p>