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Drogenverherrlichung in Medien
Mediale Darstellung von Drogenkonsum, die — gewollt oder ungewollt — Konsum als Bestandteil von Erfolg, Coolness oder Lebenskunst erscheinen lässt. Im Gegensatz zu rein abschreckender Darstellung (Elend ohne Glanz).
<h3>Drogenverherrlichung in Medien</h3><p>Mediale Darstellung von Drogenkonsum, die Konsum mit positiv besetzten Lebensbereichen — Erfolg, Reichtum, Kreativität, Rebellion — verknüpft, ohne die Schäden ausreichend zu kontrastieren.</p><p><strong>Wichtige Differenzierung:</strong></p><ul><li><em>Rein abschreckende Darstellung:</em> Elend ohne Glanz (z. B. Doku über Drogenabhängige am Bahnhof). Wirkung: meist abschreckend.</li><li><em>Verherrlichende oder ambivalente Darstellung:</em> Elend <em>plus</em> Reichtum, Familie, Konzerte (z. B. Star-Doku über erfolgreichen Künstler mit Sucht). Wirkung: ambivalent — gerade auf aufstiegsorientierte Jugendliche.</li></ul><p><strong>Bezug zur Folge 77:</strong> Moritz Becker betont, dass ‚Babo — Die Haftbefehl-Story‘ trotz drastischer Bilder verklärend wirken kann, weil sie den Konsum in eine Erfolgsgeschichte einbettet. Vergleichbar mit der historischen Diskussion um das Buch und den Film ‚Wir Kinder vom Bahnhof Zoo‘, der teilweise als Drogenprävention gedacht war, von manchen Jugendlichen aber als Vorbild rezipiert wurde.</p>