E
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
Verschlüsselungsverfahren, bei dem nur Sender und Empfänger den Inhalt einer Nachricht entschlüsseln können — auch der Anbieter des Dienstes hat keinen Zugriff. Standard bei Signal, Threema und WhatsApp.
<h3>Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE)</h3><p>Verfahren der Kryptographie, bei dem eine Nachricht auf dem Endgerät des Senders verschlüsselt und erst auf dem Endgerät des Empfängers wieder entschlüsselt wird. Auf dem Weg dazwischen — auch beim Anbieter des Messengers — liegt nur ein verschlüsselter Datenstrom vor, der ohne den Schlüssel nicht lesbar ist.</p><p><strong>Verbreitung:</strong></p><ul><li><em>Signal</em> und <em>Threema</em> nutzen E2EE seit den frühen 2010er Jahren.</li><li><em>WhatsApp</em> hat E2EE 2016 nachgezogen, basierend auf dem Signal-Protokoll.</li><li><em>Telegram</em> nutzt E2EE nur in den ‚geheimen Chats‘, nicht standardmäßig.</li></ul><p><strong>Bezug zur Folge 75:</strong> Die EU-Chatkontrolle würde die E2EE entweder direkt aufbrechen oder durch <em>Client-Side Scanning</em> umgehen — beides wird von Datenschutz-Organisationen, IT-Fachleuten und den Anbietern als gravierender Eingriff in die Vertraulichkeit der Kommunikation gewertet.</p>