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I

Innehalten (Selbstwahrnehmung)

Praxis aus der Gewaltfreien Kommunikation: Vor jeder Reaktion in einer Konfliktsituation drei Schritte — Stopp, Atmen, Fühlen. Ziel ist nicht das Lösen des Konflikts, sondern das aktive Wahrnehmen, dass etwas in einem ausgelöst wurde.

<h3>Innehalten (Selbstwahrnehmung)</h3><p>Begriff, den Sophie Wassmund in Folge 73 zentral verwendet. Innehalten ist die Praxis, vor einer Reaktion bewusst eine Pause einzulegen — nicht, um eine Strategie auszuhecken, sondern um zu spüren, dass gerade etwas in einem ausgelöst wurde.</p><p><strong>Drei Schritte:</strong></p><ul><li><strong>Stopp</strong> — nicht sprechen, nicht handeln, nicht reagieren.</li><li><strong>Atmen</strong> — einmal tief durch; das System auf Stillstand stellen.</li><li><strong>Fühlen</strong> — überhaupt mal merken: ‚Da passiert gerade etwas mit mir.‘ Die Benennung kommt später.</li></ul><p><strong>Wichtig:</strong> Beim Innehalten muss das Gefühl nicht sofort benannt werden. Sophie Wassmund: <em>‚Selbst wenn ich noch nicht weiß, was es ist oder es nicht benennen kann — überhaupt mal zu merken, das macht gerade was mit mir.‘</em></p><p><strong>Pädagogischer Wert:</strong> Innehalten unterbricht den Automatismus aus Auslöser → sofortige Reaktion. Es ist die Voraussetzung für jedes ruhige Gespräch über Mediennutzung.</p>