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Medienmündigkeit
Fähigkeit, in der konkreten Mediennutzungs-Situation selbst zu entscheiden — wann und wie ich aufhöre, mit wem ich Kontakt habe, ob ich einer Empfehlung folge. Geht über Medienkompetenz hinaus, weil sie nicht nur Wissen verlangt, sondern auch Vernunft, Selbstregulation und Reife.
<h3>Medienmündigkeit</h3><p>Begriff aus der medienpädagogischen Diskussion — von smiley e.V. und anderen Akteuren als bewusste Erweiterung von <em>Medienkompetenz</em> verwendet.</p><p><strong>Abgrenzung zur Medienkompetenz:</strong></p><ul><li><em>Medienkompetenz</em> = Wissen und Können (Wie funktioniert ein Algorithmus? Wie stelle ich ein Profil auf privat?). Vermittelbar durch Aufklärung.</li><li><em>Medienmündigkeit</em> = Fähigkeit, das Wissen im Moment auch anzuwenden — also dann <em>nein</em> zu sagen, wenn die App alles tut, um <em>ja</em> zu erzwingen.</li></ul><p><strong>Säulenmodell (smiley e.V.):</strong> Medienmündigkeit braucht vier Voraussetzungen — Erfahrung, technisches Wissen, emotionale Stabilität und kognitive Entwicklung.</p><p><strong>Pädagogische Konsequenz:</strong> Wer Mündigkeit will, kann nicht nur Wissen vermitteln. Erfahrungen müssen ermöglicht werden, emotionale Stabilität gestützt, und die kognitive Entwicklung braucht Zeit, die kein Verbot ersetzen kann.</p>