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Mind Wandering (Gedankenwandern)
Spontanes, nicht aufgabenbezogenes Denken — das Schweifen der Gedanken zu sich selbst, anderen, der Vergangenheit oder der Zukunft. Wissenschaftlicher Begriff für das, was passiert, wenn das Gehirn im Leerlauf läuft.
<h3>Mind Wandering (Gedankenwandern)</h3><p>Bezeichnet in der Psychologie und Kognitionsforschung das Phänomen, dass Gedanken sich von der aktuellen Aufgabe lösen und zu inneren Inhalten wandern: Erinnerungen, Pläne, Sorgen, Tagträume.</p><p><strong>Zwei Seiten:</strong></p><ul><li><em>Konstruktiv</em> — Mind Wandering wird mit Kreativität, Problemlösung und langfristiger Zielplanung in Verbindung gebracht.</li><li><em>Belastend</em> — Wer häufig in Sorgen wandert, statt im Hier und Jetzt zu sein, berichtet im Schnitt von geringerem Wohlbefinden (Killingsworth & Gilbert, Science 2010).</li></ul><p><strong>Bezug zur Folge 68:</strong> Mind Wandering kann sowohl in Moritz Beckers <em>‚vielleicht entsteht ein neuer Song‘</em> münden als auch in Ralfs Hotelzimmer-Spirale aus Selbstvorwürfen. Der Unterschied liegt nicht im Wandern selbst, sondern in seiner emotionalen Färbung und in den Mustern, die der Mensch dabei aktiviert.</p><p><strong>Hirnbasis:</strong> Mind Wandering wird mit dem <em>Default Mode Network</em> assoziiert — siehe entsprechender Glossareintrag.</p>