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Quellenkritik
Geisteswissenschaftliche Methode zur Prüfung der Verlässlichkeit einer Information. In der Folge zugespitzt: Die Quelle einer Botschaft ist nicht das technische Werkzeug, das sie produziert hat — sondern die Person oder Institution, die sie weitergibt.
<h3>Quellenkritik</h3><p>Quellenkritik kommt aus den Geschichts- und Sozialwissenschaften und beschreibt die systematische Prüfung der Herkunft, Echtheit und Verlässlichkeit einer Information. Klassische Leitfragen:</p><ul><li><strong>Wer</strong> ist die Quelle?</li><li><strong>Wann</strong> ist sie entstanden?</li><li><strong>Mit welchem Interesse</strong> ist sie erstellt worden?</li><li><strong>Welche Belege</strong> stehen dahinter?</li><li><strong>Wo</strong> wurde sie veröffentlicht?</li></ul><p><strong>Pointe der Folge 84:</strong> Im Zeitalter generativer KI verschiebt sich die Frage der Quelle. Ralf hält Google Gemini für die Quelle des manipulierten Auto-Fotos — Moritz korrigiert: Die Quelle ist der Nachbar, der das Bild ohne KI-Hinweis weitergeleitet hat. Quellenkritik im Alltag ist deshalb häufig <em>Vertrauenskritik</em> gegenüber Personen, nicht gegenüber Tools.</p><p><strong>Schwierig bei:</strong> Familien-Chats, Freundes-Postings, geteilten WhatsApp-Inhalten — überall dort, wo wir der weitergebenden Person mehr vertrauen, als wir die ursprüngliche Quelle prüfen.</p>