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Social Commerce

Verschmelzung von Social-Media-Plattform und Online-Shop. Inhalt, Werbung und Kaufabschluss finden ohne App-Wechsel statt. Zentral für TikTok Shop, Instagram Shopping und vergleichbare Angebote ab 2024/25.

<h3>Social Commerce</h3><p>Sammelbegriff für Verkaufsmodelle, in denen Social-Media-Plattformen selbst zum Online-Shop werden. Anders als beim klassischen E-Commerce (Inhalt → Klick auf externen Shop → Bestellung) liegen Inhalt, Werbung und Kauf in einer einzigen App.</p><p><strong>Zentrale Mechaniken:</strong></p><ul><li><em>Algorithmische Empfehlung:</em> Was angezeigt wird, hängt von vergangenem Konsumverhalten ab.</li><li><em>In-App-Bestellung:</em> Kein Verlassen der App, hinterlegte Bezahlung (Apple Pay / Google Pay).</li><li><em>Influencer-Anbindung:</em> Persönlichkeiten der Plattform werden Verkäuferinnen und Verkäufer.</li><li><em>LIVE-Verkaufsformate:</em> Echtzeit-Demonstration mit Chat-Interaktion und sofortigem Kaufabschluss.</li></ul><p><strong>Wirkung auf junge Zielgruppen:</strong> Eine Jugend-Trendstudie (2025) berichtet, dass 65 % der jungen Online-Käufer ihre Social-Media-Käufe ‚gelegentlich bis oft‘ bereuen — typische Treiber sind Impulskäufe und parasoziale Bindung an Creator.</p><p><strong>Regulatorischer Stand 2026:</strong> Die EU-Kommission untersucht Social-Commerce-Plattformen unter dem Digital Services Act (DSA) — Schwerpunkte sind Transparenz von Werbung und Schutz Minderjähriger.</p>