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Begleitendes Auge (vs. kontrollierendes Auge)
Pädagogisches Konzept: Eltern beobachten die Mediennutzung ihres Kindes <em>resonant</em> (sehen Reaktionen, sind ansprechbar, kommen ins Gespräch) — nicht <em>überwachend</em> (lesen jeden Chat mit, prüfen jede App). Die Haltung entscheidet, nicht die Sichtweite.
<h3>Begleitendes Auge (vs. kontrollierendes Auge)</h3><p>Begriffspaar von Moritz Becker zur Beschreibung der elterlichen Haltung bei der Mediennutzung von Kindern.</p><p><strong>Begleitendes Auge:</strong></p><ul><li>Eltern sind in der Nähe (Wohnzimmer, Küche), während das Kind das Familienhandy nutzt.</li><li>Sie nehmen Reaktionen wahr — Lachen, Erschrecken, Frust — und können daran anknüpfen.</li><li>Sie kommen ins Gespräch (‚Was schaust du gerade?‘, ‚Was ist da gerade los?‘).</li><li>Das Kind erlebt Begleitung als Resonanz, nicht als Überwachung.</li></ul><p><strong>Kontrollierendes Auge:</strong></p><ul><li>Eltern lesen jeden Chat mit, kontrollieren jede App.</li><li>Vertrauen wird durch Überwachung ersetzt.</li><li>Das Kind lernt: Privatsphäre gibt es nicht — und wird Wege finden, sie sich heimlich zu schaffen.</li></ul><p><strong>Folge:</strong> Begleitendes Auge fördert offene Gespräche und gegenseitiges Vertrauen. Kontrollierendes Auge erzeugt Heimlichkeit und entwertet die Eltern-Kind-Beziehung als Resonanzraum.</p>